12. Februar 2015

"Ein Riss im Himmel" von Jeannie Brewer | rezensiert

Format: TB | Seitenzahl: 333 | Preis: 7,90 € | ISBN: 3426627841 | Kaufen! | Bewertung: 4 / 5

Klappentext

Es ist Liebe auf den ersten Blick - die Künstlerin Alex und der Medizinstudent Eric stürzen sich in eine Affäre voller Intensität und Leidenschaft. Doch dann erfährt Eric, dass er unheilbar krank ist, und nichts ist mehr wie vorher. Aber selbst die todbringende Krankheit kann die starke Liebe zwischen den beiden nicht zerstören.



Die Ewigkeit gibt es für niemanden von uns. Sie ist unerreichbar. Ganz egal, wie viel von der Ewigkeit man haben möchte, es ist unausweichlich, dass sie aufreißt, und durch diesen Riss fällt man. Seite 262

Ein Riss im Himmel hat mich im ersten Moment sprachlos und aufgewühlt zurückgelassen. Bevor ich jedoch auf das Ende zu sprechen komme, möchte ich von vorne beginnen. Der Einstieg beginnt, zumindest für mich, völlig überraschend. Obwohl man aufgrund des Klappentextes bereits weiß, dass die Protagonisten einen schweren Schicksalsschlag erleiden, hatte ich nicht damit gerechnet auf den ersten Seiten sofort mit der Beerdigung von Eric konfrontiert zu werden. Viel eher bin ich davon ausgegangen, dass es an einem früheren Punkt der Geschichte startet. Dem war nicht so.

Nach dem ersten Kapitel folgt dann jedoch eine Art Rückblick. So weiß man als Leser einerseits bereits worauf es hinausläuft und erfährt andererseits aber auch, wie sich Alex und Eric kennen gelernt haben. Diese Phase des Kennenlernens, die ersten Schmetterlinge im Bauch, das Vertrauen, das von der ersten Sekunde an zwischen den beiden herrscht ist, nahezu greifbar.

Eric ist ein unfassbar charmanter und lustiger Mensch, der scheinbar völlig frei von jeglichen Zwängen der Gesellschaft durch das Leben geht. Er strahlt pure Lebensfreude aus, die auch auf mich als Leser übergesprungen ist. Alex ist als Künstlerin wahnsinnig talentiert und kreativ. Im ersten Moment fragt man sich, was ein Medizinstudent und eine freie Künstlerin gemeinsam haben könnten. Und es erscheint einem vielleicht zunächst nicht besonders wahrscheinlich, dass sie etwas gemeinsam haben. Für mich war aber sofort klar, dass zwischen den beiden die Chemie stimmt.

Wie oben bereits erwähnt, ahnt man welche Richtung die Geschichte der beiden einschlägt. Daher hatte ich von Anfang an ein mulmiges Gefühl und die Angst als leisen Begleiter im Hinterkopf. Gleichzeitig war ich der Meinung, auf das was kommt vorbereitet zu sein. Aber trotz allem ist die Diagnose, die Eric später erhält, auch für mich wie ein Schlag ins Gesicht. Eric und Alex scheinen mit der Krankheit völlig unterschiedlich umzugehen. Jeder auf seine Weise. Dennoch halten sie zusammen und stellen sich gemeinsam ihrem Schicksal. Die Veränderung, die die beiden zusammen durchmachen ist greifbar und authentisch dargestellt. Ich habe die zwei auf diesem schwierigen Weg begleitet, der mit nichts zu vergleichen ist. Ich habe mit ihnen gelacht und geweint. Bis zum Schluss. Ein Riss im Himmel hat mich wachgerüttelt und wird ganz bestimmt lange Zeit nachklingen.

Wir können immer nur in der Sekunde leben, die gerade ist. Wir können nicht in der Vergangenheit leben oder in der Zeit, die vor uns liegt. Seite 263



Idee | 3,5 Sterne
Gestaltung | 3 Sterne
Figuren | 5 Sterne
Stil | 5 Sterne
Tempo | 5 Sterne

Wunderschön. Dramatisch. Herzzerreißend. 


Kommentare:

  1. Tolle Rezi! Hört sich sehr emotional an! Werds auf die Liste packen :)

    LG,

    Andreea

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    1. Danke :) das ist es definitiv, von Anfang bis Ende! Kannst mir ja berichten, wie es dir gefallen hat, wenn du es irgendwann gelesen hast (hoffentlich ganz bald :) )

      Liebe Grüße
      Juliana

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  2. Ich packe es jetzt auch auf meine WL. xD

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    1. Sehr gut :) freut mich, wenn das Buch so weitere Leser gewinnt!

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