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1. Mai 2015

{Rückblick} April 2015


So richtig erfolgreich war der Start in den April nicht. Vor allem da mich zwei Bücher etwas ausgebremst haben. Beide sind auf dem Bild nicht zu sehen, da ich sie bereits vertauscht habe. Die Rede ist von Du bist mein Tod und Siebenschön. Ursprünglich hatte ich geplant Rezensionen dazu zu schreiben, habe mich nun aber doch dagegen entschieden. Im Folgenden werde ich aber kurz und knapp darauf eingehen, was mir nicht gefallen hat. Die restlichen vier Bücher haben mir hingegen alle ausgesprochen gut gefallen.

Mit einem Klick auf den Titel gelangt ihr zur jeweiligen Verlagsseite. Meine Rezensionen sind, falls vorhanden, verlinkt.

# 1 | Panthertage | Sarah Elise Bischof        ~ LIEBLING DES MONATS ~
208 Seiten | Rezension folgt | 5 Sterne

Es kommt äußerst selten vor, dass ich schon vor dem Lesen so begeistert von einem Buch und der Autorin bin. Hier war aber genau das der Fall. Die positiven Rezensionen aus verlässlichen Quellen haben meine Neugierde zusätzlich gesteigert. Und ich wurde nicht enttäuscht. Mehr dazu dann bald in meiner Rezension.

# 2 | Amy & Matthew - Was ist schon normal? | Cammie McGovern
352 Seiten | Rezension | 5 Sterne

Ich wusste vorher schon, dass mich hier eine besondere Geschichte mit besonderen Protagonisten erwartet. Trotzdem hätte ich nicht erwartet, dass es mich in diesem Ausmaß berühren wird. Und so zählt es ab sofort zu meinen absoluten Lieblingen, die ich bei jeder Gelegenheit anderen Menschen ans Herz lege!

# 3 | Die Falle | Melanie Raabe
352 Seiten | Rezension | 5 Sterne

Die Erwartungen waren hoch und wurden auf ganzer Linie erfüllt. Mit ihrem Erzählstil hat sich Melanie Raabe sofort in mein Leserherz geschrieben und ich hoffe wirklich, dass wir ganz schnell mehr von ihr zu lesen bekommen. Vor allem die unterschwellige Spannung und die Frage, was eine Frau dazu bringt sich so viele Jahre von der Außenwelt abzuschirmen, hat mich mitgerissen.

# 4 | Die letzten Tage von Rabbit Hayes | Anna McPartlin
464 Seiten | Rezension | 4 Sterne

Eine sehr traurige, aber auch lebensfrohe Geschichte. Ihr denkt, dass sich das widerspricht? Dann überzeugt euch vom Gegenteil und lest dieses wunderbare Buch.

# 5 | Siebenschön | Judith Winter
448 Seiten | 3 Sterne

Bei diesem Thriller waren optimale Rahmenbedingungen gegeben. Ein interessanter Fall als Ausgangssituation, Frankfurt als Handlungsort und ein Ermittlerduo mit viel Potential.Die Kommissarin Emilia Capelli macht es ihrer neuen Partnerin Mai Zhou zwar nicht gerade leicht und übertreibt es damit auch eindeutig, aber trotzdem waren mir beide nicht unsympathisch. Gefehlt hat es mir dann schlicht und einfach an der Spannung. Das hätte man definitiv noch mehr ausschöpfen können und so habe ich doch relativ lange gebraucht, um mich durch dieses Buch zu lesen. Da ich aber nicht gleich aufgeben möchte, wird bald Band 2 folgen und ich hoffe auf eine Steigerung des Spannungsbogens.

# 6 | Du bist mein Tod | Claire Kendal        ~ ENTTÄUSCHUNG DES MONATS ~
368 Seiten | 3 Sterne

Ein Mann, der sich als dein Freund ausgibt und der immer aufdringlicher wird. Ein Mann, den du nicht mehr loswirst und der dir auf Schritt und Tritt folgt. Das alles bietet einen guten Grundstein für einen Thriller, der dich gefangen nimmt. Leider ist es dann an der Umsetzung gescheitert. Ich will gar nicht sagen, dass es mir überhaupt nicht gefallen hat. Das Problem war einfach der sehr spezielle Schreibstil, mit dem man nicht richtig warm wird. So ging es zumindest mir. Es wird zwischen verschiedenen Erzählweisen hin und her gesprungen. Und auch das Ende war alles andere als zufriedenstellend.


Ein besonderes Highlight im April war selbstverständlich der Welttag des Buches. In diesem Zusammenhang wollte ich in Form von Die Bücherdiebin einem anderen Menschen Lesefreude schenken. Da ich keinen separaten Beitrag dazu verfassen möchte, will ich hier die Chance nutzen, dem glücklichen Gewinner zu gratulieren, der aber natürlich noch zusätzlich per E-Mail benachrichtigt wird.

Herzlichen Glückwunsch Anastasia!

Das Gewinnspiel war mit einer Frage verbunden, die mir sehr am Herzen liegt. Und zwar wollte ich von euch wissen, welches Buch euch längere Zeit beschäftigt hat. Über die Antworten habe ich mich wirklich riesig gefreut. Vor allem, da sich einige wirklich viel Mühe gegeben haben das jeweilige Buch kurz vorzustellen und ich dabei eine Menge Buchtipps sammeln konnte. Um diese nochmals zusammenzufassen, wird es demnächst einen Beitrag mit einem entsprechenden Überblick geben, welche Titel von euch genannt wurden!

Eine weitere Sache, die mich seit einiger Zeit beschäftigt, betrifft die Rubrik "Rezensionen". So überlege ich, ob ich statt der Übersicht mit den Covern doch wieder eine schlichte Liste anlege, die alphabetisch sortiert ist. Was findet ihr persönlich ansprechender? Lasst mir doch einfach kurz eure Meinung unten in den Kommentaren da, ich würde mich freuen!



6. Dezember 2014

|| Rezension || "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak


Infos zum Buch


Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf – für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet.

Eine Diebin zu beherbergen, wäre halb so wild, sind die Zeiten doch ohnehin barbarischer denn je. Doch eines Tages betritt ein jüdischer Faustkämpfer die Küche der Hubermanns…

Taschenbuch || 9,99 € || 608 Seiten || Blanvalet || Erschienen im: September 2009
Zur Verlagsseite...

Meine Meinung



„Die Bücherdiebin“ ist ein typisches Beispiel für solche Bücher, die gefühlt schon jeder gelesen hat. Nur ich eben nicht. Im Regal steht es schon einige Jahre, aber trotzdem ist es nie dazu gekommen, dass ich es lese. Obwohl der Wunsch und die Neugierde eigentlich permanent vorhanden waren. Umso glücklicher bin ich nun, dass ich es endlich geschafft habe, das Buch in die Hand zu nehmen.

Die Geschichte handelt von Liesel, die schon in jungen Jahren erfährt, was es heißt in einem Land aufzuwachsen, das unter den Machenschaften eines einzigen Mannes leidet. Ein Leben, das von Angst und Verlusten geprägt ist. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des Todes. Genau damit hatte ich zu Beginn auch erst einmal meine Schwierigkeiten. Diese Erzählperspektive ist meiner Ansicht nach einmalig. Zumindest ist mir kein anderes Buch bekannt, in dem es genauso ist. Dementsprechend war es zunächst etwas ungewohnt. Außerdem habe ich ein bisschen Zeit benötigt, um mit dem Schreibstil selbst warm zu werden. In den einzelnen Sätzen steckt einfach so viel, dass ich am Anfang das Gefühl hatte, gar nicht immer gleich den ganzen Sinn zu erfassen. „Die Bücherdiebin“ ist ein Buch, das mit den Worten spielt und Markus Zusak versteht es sehr gut, dem Leser mit wenigen Worten unfassbar viel zu erzählen und mitzugeben. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten war es dann aber genau diese Art, die das gesamte Buch zu etwas ganz Besonderem macht.

Genauso besonders und einzigartig sind aber auch die Protagonisten. Neben Liesel gibt es da beispielsweise ihre Pflegeeltern Rosa und Hans Hubermann, einen jungen Mann namens Max oder den vorlauten aber herzensguten Nachbarsjungen Rudi Steiner. Sie alle haben einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Ihre Ehrlichkeit und Loyalität sowie ihr Sinn für Gerechtigkeit haben sich mir tief ins Gedächtnis eingegraben. Während des Lesens wurde ich immer tiefer hinein gesogen in ihre Welt und den täglichen Kampf, dem sie ausgeliefert sind. Ich habe mit ihnen mit gefiebert und mit gefühlt. Als Leser erlebt man hautnah mit, wie sich der Zweite Weltkrieg immer weiter ausbreitet und wie sich all das auf das Leben der Menschen und ganz besonders auf das der einzelnen Protagonisten auswirkt. Markus Zusak vermittelt hier ein sehr detailliertes Bild dieser grauenhaften und erschreckenden Situation. Beim Durchblättern der Seiten habe ich mich selbst hilflos gefühlt. Die Emotionen, die ausgelöst werden, sind kaum in Worte zu fassen. Und trotzdem werden die beschriebenen Gräueltaten und das Leid der Realität in keinster Weise gerecht. Mich persönlich hat die Geschichte von Liesel, Max,  den Hubermanns und den Steiners tief bewegt und nachdenklich zurückgelassen. Im Grunde ist es nicht nur ihre Geschichte, sondern gleichzeitig die von vielen Tausenden oder Millionen anderen Menschen. Genau das ist es, was mich bis jetzt noch beschäftigt und auch noch lange nachklingen wird.

„Er war weder gebildet noch politisch engagiert, aber er war ein 
Mann, dem Gerechtigkeit am Herzen lag“ Seite 201

„Stell euch vor, ihr würdet lächeln, nachdem euch jemand ins Gesicht geschlagen hat. Dann stellt euch vor, ihr müsstet das den ganzen Tag lang tun, vierundzwanzig Stunden lang, Tag für Tag.“ Seite 233

„Ich habe keine Sense. Ich trage nur dann einen schwarzen Kapuzenmantel, wenn es kalt ist. Ich habe auch kein Totenschädelgesicht, das ihr mir so gerne andichtet. Wollt ihr wissen, wie ich wirklich aussehe? Ich sage es euch. Schaut in einen Spiegel.“ Seite 335

Mein Fazit



Eine Geschichte vor der man die Augen nicht verschließen kann.
Eine Geschichte mit starken Protagonisten.
Eine Geschichte, die bis heute beschäftigt und mich mit ihrer Ehrlichkeit tief berührt hat.

Meine Bewertung: 5 / 5