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21. Juni 2015

Rezension: "Girl on the Train" von Paula Hawkins



Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse ...





Meine Meinung


Girl on the Train ist ein Buch, das ich am liebsten jedem sofort in die Hand drücken möchte! Meine Erwartungen waren aufgrund der Werbekampagne relativ hoch. Oft ist es schwierig diesen dann gerecht zu werden. In diesem Fall wurden sie aber sogar noch übetroffen und ich habe genau das bekommen, was ich mir von einem spannenden Roman wünsche.

Was den Inhalt betrifft, steht eigentlich alles was man vorher wissen muss im Klappentext. Deshalb möchte ich darauf gar nicht mehr näher eingehen. Mir ist es viel wichtiger auf den Punkt zu bringen, was diese Geschichte bei mir ausgelöst hat und wie ich es während dem Lesen empfunden habe.

Rachel als sympathischen Charakter zu bezeichnen fällt wohl eher schwer. Ihre Beweggründe zu verstehen war nicht immer einfach. Anfangs beobachtet sie nur. Dann rückt sie aber zunehmend in den Mittelpunkt des Geschehens. Was ist mit "Jess" passiert? Was ist an dem besagten Abend tatsächlich vorgefallen? Das sind Fragen, die auch mich beschäftigt haben. Und so habe ich während des Lesens permanent nach Anhaltspunkten gesucht. Paula Hawkins hat gleichzeitig konstant die Spannung aufrechterhalten und gegen Ende hin noch einen drauf gesetzt. Bis kurz vor Schluss bin ich im Dunkeln getappt und habe schließlich erst kurz vor Ende erahnt, wie sich alles abgespielt hat und wie einzelne Vorkommnisse zusammenhängen.

Von Kapitel zu Kapitel wird zwischen insgesamt drei weiblichen Protagonisten gewechselt. Dieser Aspekt trägt zusätzlich zur Spannung bei und mischt die Erzählung auf. Als Leser erhält man so einen vielfältigen Blick auf die Handlung, aus verschiedenen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Das mag möglicherweise verwirrend klingen, fügt sich aber wunderbar zu einem Gesamtbild zusammen.

Bei Rachel habe ich mich häufig gefragt, was sie antreibt. Ist es die Suche nach Aufmerksamkeit oder Anerkennung? Braucht sie lediglich eine Aufgabe? Ihr Alkoholproblem lässt sich nicht leugnen und so steigert sie sich immer stärker in das Verschwinden von "Jess" rein. Sie verliert zunehmend den Halt in ihrem Leben und begibt sich selbst in Gefahr. 

Paula Hawkins verpackt all das in einem rasanten Schreibstil, der den Leser für sich einnimmt und erst wieder loslässt, wenn die allerletzte Seite gelesen ist. Es passiert immer etwas und ist man erstmal auf den Zug aufgesprungen, gibt es kein Entkommen. Der Verlag wirbt mit dem Slogan "Nicht zu stoppen" und das trifft es hier ausgesprochen gut. Ich musste unbedingt in Erfahrung bringen, wie sich alles abgespielt hat. Welche Wahrheit kommt am Ende ans Licht?

Girl on the Train ist unheimlich gut konstruiert und packend erzählt. Für mich schon jetzt einer der besten Thriller 2015 - grandiose Unterhaltung und spannende Lesestunden sind hier sicher!



Infos zum Buch


Preis: € 12,99 | Format: Klappenbroschur | Seitenzahl: 448 | Verlag: Blanvalet
ISBN:  978-3-7645-0522-6 | Meine Bewertung: 5 von 5 Sterne | Will ich lesen!


18. Juni 2015

Neuzugänge im Bücherregal # 2

Heute möchte ich euch gerne zeigen über welche Titel ich mich in letzter Zeit freuen durfte. Um die Kurzbeschreibung durchlesen zu können, müsst ihr einfach auf das entsprechende Cover klicken und werdet direkt weitergeleitet.


...in Bildern





...in Worten


Feuer & Flut von Victoria Scott

Die Beschreibung auf der Rückseite des Buches erinnert mich, wenn ich ehrlich bin, an Die Tribute von Panem. Zumindest was die Kulisse angeht. Die Idee soll jedoch ziemlich originell umgesetzt worden sein und unterscheidet sich in Wirklichkeit relativ klar von Panem. Wenn ich mir nur das Cover ansehe, kriege ich schon richtig Lust auf diese Geschichte!

Elias & Laia von Sabaa Tahir

Im wahrsten Sinne des Wortes ein spontaner Tausch. Vorher hatte ich mir noch gar nicht richtig überlegt, ob ich es in naher Zukunft lesen möchte. Das hat sich von einer Sekunde auf die nächste geändert. Die Meinungen gehen, soweit ich es mitbekommen habe, stark auseinander. Umso neugieriger bin ich, wie es mir gefallen wird.

Heimweh von Marc Raabe

An Der Schock von Marc Raabe kann ich mich noch sehr gut erinnern. Zwar nicht an die Details, aber ich weiß noch genau wie ich es draußen in der Sonne gelesen habe und völlig gefesselt war. Daher war für mich klar, dass ich früher oder später wieder etwas von diesem Autor lesen möchte. Heimweh ist mir in der Buchhandlung zum richtigen Zeitpunkt in die Hände gesprungen und ich freue mich schon sehr auf seinen neuesten Thriller.

Fürchtet euch von Wiley Cash

Vor Jahren habe ich mir mal den Klappentext durchgelesen. Seitdem habe ich das Buch aber immer wieder aus den Augen verloren.Was die Thematik betrifft könnte es sehr speziell sein.  Da Susi es nach dem Lesen nicht unbedingt behalten wollte, habe ich mich bereit erklärt dem Buch ein neues Zuhause zu geben.

Eine Frau in Berlin von Anonyma

Auch dieses Buch habe ich von Susi geschenkt bekommen. Die Situation ist ähnlich wie bei Fürchtet euch. Irgendwann wollte ich es mal lesen, trotzdem ist es bisher nie dazu gekommen. Jetzt befindet sich das Buch zumindest schon mal in meinem Besitz und meine Mutter hat ebenfalls schon Interesse angekündigt.

Girl on the train von Paula Hawkins

Der Hype um diesen Thriller ist in den sozialen Medien deutlich spürbar. Man bekommt das Gefühl, dass es beinahe jeder schon gelesen hat oder noch lesen möchte. Gestern Abend bin ich auf den Zug aufgesprungen und habe es mir mit dem eBook auf der Couch gemütlich gemacht. Die Grundidee finde ich genial und der Schreibstil der Autorin hat was, das mir vom ersten Moment an zusagt. Man fängt an zu lesen und merkt gar nicht mehr was um einen herum geschieht. Ich bin auf jeden Fall gespannt was mich hier noch alles erwartet.

Lasst mir doch euer Feedback da, falls ihr eines der Bücher schon gelesen habt oder es sich möglicherweise bereits auf eurem Wunschzettel befindet!

21. April 2015

{Neuzugänge} Bücher beflügeln und bewegen...



Ein anonymer Brief erreicht die angehende Oberstaatsanwältin Nina Lehmann. Die Enthüllung eines streng gehüteten Geheimnisses würde ihre Karriere ruinieren. Doch sie will sich nicht einschüchtern lassen und fährt zu dem im Brief genannten abgelegenen Ort in der Eifel. Zu ihrer Überraschung ist sie nicht allein einbestellt worden. Nach und nach treffen weitere fünf Mitglieder ihrer alten Schulclique ein, die ebenfalls etwas zu verbergen haben. Ein grauenhaftes Psychospiel beginnt.

Durch einen spontanen Tausch mit Steffi ist dieses Buch nun bei mir gelandet. Die Gestaltung des Covers ist schon mal genau mein Ding. Und auch der Klappentext verspricht viel Spannung.

Rezension | Steffis Bücher Bloggeria {der Link wird nachgereicht}


Seine Philosophielesungen sind stets überfüllt, als Harvard-Professor hat er es geschafft – eigentlich müsste Matthew Shapiro glücklich sein. Er ist es aber nicht. Jedenfalls nicht mehr, seit der Tod seiner Frau ihn und ihren gemeinsame Tochter einsam zurückließ. Auch die junge Sommelière Emma Lovenstein hat sich mit ihrer Anstellung im Sterne-Restaurant »Imperator« beruflich ihren Traum erfüllt. Doch der Erfolg konnte sie nicht vor der tiefen Krise bewahren, die die Trennung von ihrem Liebhaber François in ihr auslöste. Zu tief sitzt der Schmerz über seine Entscheidung, nach Jahren des Hinhaltens doch bei seiner Frau und den Kindern zu bleiben. Seitdem ist das Lächeln aus Emmas Leben verschwunden. Bis zu dem Tag, als Matthew auf einem Flohmarkt etwas kauft, das ihr Leben für immer verändern wird: Einen gebrauchten Laptop mit der Signatur »Emma L.«…

Schon lange will ich endlich mal wieder etwas von Musso lesen. Bisher kenne ich nur Nachricht von dir. Ich denke, dass seine Geschichten erst beim Lesen ihre Magie so richtig entfalten. Und dass es definitiv Bücher sind, die aus der großen Masse hervorstechen. So zumindest meine bisherige Erfahrung. Da die sich aber wie gesagt auf ein Buch beschränkt, muss ich das schnell ändern und so ist dieses Buch in meinem Briefkasten gelandet. 



Jaffa, April 1948. Der siebenjährige Salim Al-Ismaeli, Sohn eines palästinensischen Orangenzüchters, freut sich darauf, die ersten Früchte des Orangenbaums zu ernten, der zu seiner Geburt gepflanzt wurde. Doch der Krieg bricht aus und treibt die ganze Familie in die Flucht. Von nun an hat Salim nur noch einen Traum: Eines Tages zu seinem Baum zurückzukehren und im Land seiner Väter zu leben. Zur selben Zeit wächst Judith als Tochter von Holocaust-Überlebenden in England auf – und sehnt sich danach, irgendwann ein normales und glückliches Leben führen zu dürfen. Als Salim und Judith sich im London der Sechzigerjahre begegnen und ineinander verlieben, nimmt das Schicksal seinen Lauf und stellt ihre Liebe auf eine harte Probe…

Allein der Klappentext bringt mein Herz dazu schneller zu schlagen. Klingt das kitschig? Ja, ein bisschen! Aber manche Bücher schaffen es einfach, schon bevor man sie gelesen hat. 



Die elfjährige Sarah, wohlbehütete Tochter reicher Gutsbesitzer, erhält in Charleston ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk – die zehnjährige Hetty »Handful«, die ihr als Dienstmädchen zur Seite stehen soll. Dass Sarah dem schwarzen Mädchen allerdings das Lesen beibringt, hatten ihre Eltern nicht erwartet. Und dass sowohl Sarah als auch Hetty sich befreien wollen aus den Zwängen ihrer Zeit, natürlich auch nicht. Doch Sarah ahnt: Auf sie wartet eine besondere Aufgabe im Leben. Obwohl sie eine Frau ist. Handful ihrerseits sehnt sich nach einem Stück Freiheit. Denn sie weiß aus den märchenhaften Geschichten ihrer Mutter: Einst haben alle Menschen Flügel gehabt…

Das Buch hat mich seit längerer Zeit nicht losgelassen. Ich habe es bei einer anderen Bloggerin entdeckt und seitdem möchte ich es haben. Nun ist es vor kurzem bei mir angekommen. Auf die Autorin freue ich mich wirklich sehr, weshalb ich mir letztens auch gleich noch Die Bienenhüterin gekauft habe.





28. März 2015

Rezension: Über uns der Himmel
von Kristin Harmel


Kurzbeschreibung

Als die Welt zerbrach, blieb ihre Liebe…
Die junge Kate Waithman lebt mit ihrer großen Liebe Patrick in Manhattan. Eines Morgens geht sie am Hudson River joggen, als plötzlich ein Flugzeug den Himmel durchbricht. Momente später ist das World Trade Center in Rauch gehüllt. Es ist das Gebäude, in dem Patrick arbeitet...
Dreizehn Jahre später fühlt sich Kate endlich bereit, ihr Herz wieder zu öffnen. Doch dann hat sie einen Traum, der realer scheint als alles, was sie umgibt – von dem Leben, das sie mit Patrick gehabt haben könnte. Während sie versucht, an der Vergangenheit festzuhalten, beginnt Kate zu ahnen, dass es für sie einen zweiten Weg zum Glück geben könnte...

Meine Meinung

Es ist bereits Jahre her und trotzdem kann ich mich noch relativ gut an Solange am Himmel Sterne stehen erinnern. Hierbei handelt es sich um das Erstlingswerk von Kristin Harmel, das im Jahr 2013 erschienen ist. Mit diesen positiven Erinnerungen im Hinterkopf habe ich vor wenigen Tagen angefangen Über uns der Himmel zu lesen.  Bereits im Voraus habe ich von anderen Lesern mitbekommen, wie emotional ihr zweites Werk sein soll und war somit darauf vorbereitet, dass man sich vorher gegebenenfalls mit Taschentüchern ausstatten sollte.

Kristin Harmel ist eine Autorin, die sich in ihren Geschichten mit ganz wunderbaren und interessanten Themen auseinandersetzt. Themen, denen in der Gesellschaft vielleicht manchmal zu wenig Beachtung geschenkt wird und die eigentlich viele Menschen in irgendeiner Art und Weise betreffen. Ob im engeren Umfeld oder im weiteren Bekanntenkreis. Nach dem Klappentext von Über uns der Himmel hatte ich ehrlich gesagt erwartet, dass die Geschehnisse vom 11. September 2001 deutlich mehr Platz in der Geschichte einnehmen. Allerdings hat es, zumindest aus meiner Sicht, dann doch eher den Rahmen gebildet. Die Hauptprotagonistin Kate verliert an diesem Tag ihren Mann, mit dem sie eine unfassbar große Liebe verbindet. Dieser Moment, in dem mit dem World Trade Center auch ihr Leben zusammenstürzt, hat mich zutiefst berührt. Es sind viele Jahre vergangen und trotzdem ist der damalige Tag noch immer präsent. Ich selbst habe noch klar vor Augen, wie ich damals davon erfahren habe. Ein Moment der für Fassungslosigkeit und Bestürzung sorgt. Und so sind mir selbstverständlich auch die Beschreibungen im Buch nahe gegangen. Mit Tränen in den Augen habe ich diese Szenen verfolgt und mitgefühlt.

Für die eigentliche Handlung findet ein Sprung in die Zukunft statt.  Mittlerweile sind 13 Jahre vergangen. Auf den ersten Blick bekommt man den Eindruck vermittelt, dass Kate zurück ins Leben gefunden hat. Sie ist erfolgreich in ihrem Beruf und ist seit einiger Zeit mit Dan zusammen. Erst nach und nach stellt sich heraus, dass sie den Verlust ihres Mannes Patrick doch noch nicht richtig überwunden und vor allen Dingen verarbeitet hat. Mir hat es ausgesprochen gut gefallen, diesen Entwicklungsprozess von ihr mitzuerleben. Kate ist ein herzlicher Mensch, der für ihre Lieben nur das Beste möchte und anderen gerne zur Seite steht. Eine Frage, die sich hier jedoch stellt, ist die nach ihrem eigenen Glück. Was bedeutet es überhaupt glücklich zu sein? Und was muss man dafür tun? Zusammen mit anderen wundervollen Charakteren begibt man sich auf einen Weg, der nicht immer einfach ist. Dieser Weg zeigt, wie wichtig Vertrauen ist und wie wichtig es ist, auf das eigene Herz zu hören. Während alldem erfährt man mehr über Musiktherapie und in diesem Zusammenhang auch über die Arbeit mit gehörlosen Kindern. Mit solchen Themen hatte ich hier gar nicht gerechnet, wurde davon aber positiv überrascht. Ich habe die Informationen während dem Lesen in mich aufgesaugt und habe so viel Neues dazu gelernt.

Über uns der Himmel erzählt eine wunderschöne Geschichte mit einer noch schöneren Botschaft. Eine lesenswerte Geschichte, die zeigt, dass man das eigene Leben und das Glücklichsein selbst in die Hand nehmen muss.


Preis: € 9,99 | Format: Klappenbroschur | Seitenzahl: 448 | ISBN: 978-3-442-38333-7
Bewertung: 4 Sterne | Verlag: Blanvalet | Will ich kaufen!
Vielen Dank an Blanvalet für das Rezensionsexemplar!


23. März 2015

{Wunsch der Woche} "Ismaels Orangen" von Claire Hajaj


Beim Wunsch der Woche handelt es sich um ein Buch, das gerade die Nummer 1 auf eurer Wunschliste ist. Bei mir gibt es solche Bücher öfters. Bücher, für die ich am liebsten auf der Stelle in die nächste Buchhandlung rennen würde, um gleich darauf meine Nase in die Seiten zu stecken und es am liebsten in einem Rutsch durchzulesen. Es kann sich hierbei um eine Neuerscheinung handeln, ebenso gut kann es aber auch ein Buch sein, das bereits vor Jahren erschienen ist.

22. Februar 2015

"Dark Places" von Gillian Flynn | Ankündigung SuB Thrill Kill März 2015



Letztes Jahr im März erblickte unser SuB Thrill Kill das Licht der Blogger-Welt. Damit haben wir im kommenden Monat ein kleines Jubiläum zu feiern. Und was eignet sich hier besser als zwei Gewinnspiele?! Ihr habt richtig gelesen. Ein Gewinnspiel finden wir langweilig, deshalb habt ihr sowohl bei mir als auch bei Steffi im März die Möglichkeit, einen spannenden Thriller zu gewinnen. Die Gewinnspiele werden unabhängig von der anstehenden Thrill Kill Leserunde laufen. Welche Bücher verlost werden und was ihr tun müsst, um euer Glück zu probieren, erfahrt ihr sobald es soweit ist in separaten Beiträgen.



Im Mittelpunkt der heutigen Ankündigung steht selbstverständlich aber das Ergebnis der letzten Abstimmung.


Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr zur Verlagsseite!

Dark Places | 7 Stimmen
Kalte Gräber | 1 Stimme
Aschenputtel | 4 Stimmen
Mädchenjäger | 2 Stimmen

Obwohl kein Buch leer ausgegangen ist, ist der Gewinner eindeutig.


Inhalt

Sie war sieben, als die Schüsse fielen. Als sie in die kalte Nacht hinauslief und sich versteckte. Als ihre Mutter und ihre beiden Schwestern umgebracht wurden. Als ihre Zeugenaussage ihren
Bruder hinter Gitter brachte. Jetzt, 25 Jahre später, ist aus Libby Day eine verbitterte, einsame Frau geworden, deren Leben eigentlich keines mehr ist. Doch inzwischen gibt es Leute, die an der Schuld ihres Bruders zweifeln. Libby muss noch einmal ihre Vergangenheit aufrollen: Was hat sie in jener verhängnisvollen Nacht wirklich gesehen? Ihre Erinnerungen bringen sie in Lebensgefahr – so wie damals.

Starttermin: 15.03.2015
Wo: bei mir auf dem Blog
...hier findet ihr weitere Informationen zum SuB Thrill Kill.

Wenn ihr also Dark Places gemeinsam mit uns lesen möchtet, hinterlasst einfach einen Kommentar. Wir freuen uns über jeden, der sich uns anschließen möchte und vielleicht schlummert das Buch ja auch bei euch bereits auf dem SuB! 

Wir wünschen euch noch einen wunderschönen Sonntag!


19. Februar 2015

10 Bücher, mit einer Blume auf dem Cover

organisiert von Steffis Bücher Bloggeria

10 Bücher, mit einer Blume auf dem Cover

Es ist einige Wochen her, dass ich beim Top Ten Thursday mitgemacht habe. Und dann kommt heute gleich mal ein Thema, das es in sich hat. Es mag einfach klingen, war aber doch schwieriger als gedacht. Bei dem ein oder anderen Cover habe ich vielleicht ein wenig geschummelt. Trotzdem denke ich, dass man das so durchgehen lassen kann.



Von diesen schönen Büchern habe ich bisher tatsächlich erst eins gelesen. Und zwar Die Wahrheit über Alice. Das ist bestimmt schon drei oder vier Jahre her und ich habe es bis heute gut in Erinnerung behalten. Allerdings zeigt mir das auch wieder mehr als deutlich, dass ich den ungelesenen Büchern in meinen Regalen größere Aufmerksamkeit schenken sollte. Vor allem Ein Riss im Himmel {Rezension} hat mir zuletzt bewiesen, dass sich da wahre Schätze verstecken. Gestern erst habe ich ganz spontan in den Bücherregalen für ein bisschen Ordnung gesorgt und vieles umsortiert. Dabei ist mir bewusst geworden, wie viele interessante Titel darauf warten von mir gelesen zu werden. Das möchte ich ab sofort wieder in Angriff nehmen und öfters ganz bewusst zu älteren Büchern greifen. 


27. Januar 2015

Ankündigung SuB Thrill Kill Februar 2015 | "Kellerkind" von Nicole Neubauer & "Mörderkind" von Inge Löhnig

Das nennt man dann wohl eine klassische Pattsituation, denn auf das Treppchen haben es dieses Mal bei unserem Voting glatt 2 Bücher geschafft und scheinbar lagen uns die "Kinder" besonders am Herzen!



Voting Ergebnis Februar

4 Mörderkind
4 Kellerkind
2 Deathbook
0 Engelsgleich

... hier wurde bei mir auf dem Blog abgestimmt.
... hier wurde bei Steffi auf dem Blog abgestimmt.



Wie man an der Abstimmung gemerkt hat, waren sich auch Steffi und ich nicht eins, sodass wir uns dazu entschlossen haben im Februar 2 Leserunden im Rahmen des SuB Thrill Kill zu starten.

Leserunde No. 1


Er sagt, er kann sich an nichts erinnern. Doch an seinen Händen klebt Blut ...

Die erfolgreiche Anwältin Rose Benninghoff liegt mit durchschnittener Kehle in ihrer Designerwohnung. Im Keller des Hauses kauert der vierzehnjährige Oliver Baptiste, sein Körper mit Blutergüssen übersät, seine Hände blutverschmiert. Er kann sich an nichts erinnern. In einem klirrend kalten Jahrhundertwinter nimmt der Münchner Hauptkommissar Waechter mit seinem Team die Jagd nach dem Mörder auf. Doch bald verschwimmen die Grenzen zwischen Tätern und Opfern immer mehr, und die Ermittler stoßen auf ein altes Verbrechen, das nie gesühnt wurde, und das seine Schatten bis in die Gegenwart wirft ...

Starttermin: 2. Februar 
Wo: bei Steffi auf dem Blog


Leserunde No. 2


Sie liefen ihr nach und schrien: »Mörderkind, Mörderkind!«
Ihr Leben lang war sie für alle nur das Mörderkind. Fionas Kindheit war ein Alptraum. Und nun ist ihr Vater tot. Seine letzten Worte galten ihr: »Ich bin kein Mörder.« Widerstrebend macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Beginnt nachzuforschen, befragt ihre Familie. Und stößt auf ungeheuerliche Geheimnisse und eine Intrige, deren tödliches Gift bis heute wirkt …

Starttermin: 27. Februar 
Wo: bei mir auf dem Blog


...hier findet ihr weitere Informationen zum SuB Thrill Kill.

Wenn ihr also eines der beiden Bücher mit uns gemeinsam lesen wollt, dann hinterlasst einfach einen Kommentar. Wir freuen uns über jeden, der sich uns anschließen möchte und vielleicht schlummert das Buch ja auch bei euch bereits auf dem SuB! 

Habt noch einen schönen Tag!

6. Dezember 2014

|| Rezension || "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak


Infos zum Buch


Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf – für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet.

Eine Diebin zu beherbergen, wäre halb so wild, sind die Zeiten doch ohnehin barbarischer denn je. Doch eines Tages betritt ein jüdischer Faustkämpfer die Küche der Hubermanns…

Taschenbuch || 9,99 € || 608 Seiten || Blanvalet || Erschienen im: September 2009
Zur Verlagsseite...

Meine Meinung



„Die Bücherdiebin“ ist ein typisches Beispiel für solche Bücher, die gefühlt schon jeder gelesen hat. Nur ich eben nicht. Im Regal steht es schon einige Jahre, aber trotzdem ist es nie dazu gekommen, dass ich es lese. Obwohl der Wunsch und die Neugierde eigentlich permanent vorhanden waren. Umso glücklicher bin ich nun, dass ich es endlich geschafft habe, das Buch in die Hand zu nehmen.

Die Geschichte handelt von Liesel, die schon in jungen Jahren erfährt, was es heißt in einem Land aufzuwachsen, das unter den Machenschaften eines einzigen Mannes leidet. Ein Leben, das von Angst und Verlusten geprägt ist. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des Todes. Genau damit hatte ich zu Beginn auch erst einmal meine Schwierigkeiten. Diese Erzählperspektive ist meiner Ansicht nach einmalig. Zumindest ist mir kein anderes Buch bekannt, in dem es genauso ist. Dementsprechend war es zunächst etwas ungewohnt. Außerdem habe ich ein bisschen Zeit benötigt, um mit dem Schreibstil selbst warm zu werden. In den einzelnen Sätzen steckt einfach so viel, dass ich am Anfang das Gefühl hatte, gar nicht immer gleich den ganzen Sinn zu erfassen. „Die Bücherdiebin“ ist ein Buch, das mit den Worten spielt und Markus Zusak versteht es sehr gut, dem Leser mit wenigen Worten unfassbar viel zu erzählen und mitzugeben. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten war es dann aber genau diese Art, die das gesamte Buch zu etwas ganz Besonderem macht.

Genauso besonders und einzigartig sind aber auch die Protagonisten. Neben Liesel gibt es da beispielsweise ihre Pflegeeltern Rosa und Hans Hubermann, einen jungen Mann namens Max oder den vorlauten aber herzensguten Nachbarsjungen Rudi Steiner. Sie alle haben einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Ihre Ehrlichkeit und Loyalität sowie ihr Sinn für Gerechtigkeit haben sich mir tief ins Gedächtnis eingegraben. Während des Lesens wurde ich immer tiefer hinein gesogen in ihre Welt und den täglichen Kampf, dem sie ausgeliefert sind. Ich habe mit ihnen mit gefiebert und mit gefühlt. Als Leser erlebt man hautnah mit, wie sich der Zweite Weltkrieg immer weiter ausbreitet und wie sich all das auf das Leben der Menschen und ganz besonders auf das der einzelnen Protagonisten auswirkt. Markus Zusak vermittelt hier ein sehr detailliertes Bild dieser grauenhaften und erschreckenden Situation. Beim Durchblättern der Seiten habe ich mich selbst hilflos gefühlt. Die Emotionen, die ausgelöst werden, sind kaum in Worte zu fassen. Und trotzdem werden die beschriebenen Gräueltaten und das Leid der Realität in keinster Weise gerecht. Mich persönlich hat die Geschichte von Liesel, Max,  den Hubermanns und den Steiners tief bewegt und nachdenklich zurückgelassen. Im Grunde ist es nicht nur ihre Geschichte, sondern gleichzeitig die von vielen Tausenden oder Millionen anderen Menschen. Genau das ist es, was mich bis jetzt noch beschäftigt und auch noch lange nachklingen wird.

„Er war weder gebildet noch politisch engagiert, aber er war ein 
Mann, dem Gerechtigkeit am Herzen lag“ Seite 201

„Stell euch vor, ihr würdet lächeln, nachdem euch jemand ins Gesicht geschlagen hat. Dann stellt euch vor, ihr müsstet das den ganzen Tag lang tun, vierundzwanzig Stunden lang, Tag für Tag.“ Seite 233

„Ich habe keine Sense. Ich trage nur dann einen schwarzen Kapuzenmantel, wenn es kalt ist. Ich habe auch kein Totenschädelgesicht, das ihr mir so gerne andichtet. Wollt ihr wissen, wie ich wirklich aussehe? Ich sage es euch. Schaut in einen Spiegel.“ Seite 335

Mein Fazit



Eine Geschichte vor der man die Augen nicht verschließen kann.
Eine Geschichte mit starken Protagonisten.
Eine Geschichte, die bis heute beschäftigt und mich mit ihrer Ehrlichkeit tief berührt hat.

Meine Bewertung: 5 / 5