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29. Mai 2015

Rezension: "Der Junge im gestreiften Pyjama" von John Boyne



Kurzbeschreibung

Die Geschichte von »Der Junge im gestreiften Pyjama« ist schwer zu beschreiben. Normalerweise geben wir an dieser Stelle ein paar Hinweise auf den Inhalt, aber bei diesem Buch - so glauben wir - ist es besser, wenn man vorher nicht weiß, worum es geht. Wer zu lesen beginnt, begibt sich auf eine Reise mit einem neunjährigen Jungen namens Bruno. (Und doch ist es kein Buch für Neunjährige.) Früher oder später kommt er mit Bruno an einen Zaun. Zäune wie dieser existieren auf der ganzen Welt.


Meine Meinung

Schon mehrmals durfte ich in den Genuss des Schreibstils von John Boyne kommen. Für mich steht er als Autor ganz weit oben. Er geht mit schwierigen Themen sehr vorsichtig um. Und so war mir vorher bereits klar, dass er auch mit diesen unaussprechlichen und entsetzlichen Geschehnissen entsprechend umzugehen weiß. Ebenso war mir vor dem Lesen bewusst, dass es sich hierbei um keine leichte Lektüre handelt. Ganz im Gegenteil! Ich wusste, dass ich hier mit schrecklichen Situationen und Tatsachen konfrontiert werde, vor denen man die Augen nicht verschließen kann.

Im Mittelpunkt der Handlung steht der neunjährige Bruno. Dieser wird aus einem wohlsituierten Leben gerissen, weil der Vater zum Kommandanten befördert wird. Sein neues Zuhause befindet sich in Auschwitz.Vor allem der Ausblick aus seinem Zimmer, das gegenüber des Konzentrationslagers liegt, ist erschreckend und führt dazu, dass er anfängt Fragen zu stellen.

Durch Bruno erlebt man alles aus der Sicht eines Kindes, dessen Denkweise noch sehr naiv ist. Aber genau diese kindliche Unbefangenheit ermöglicht einen anderen Blick auf die damalige Zeit. Als Leser begleitet man Bruno, der mit seiner unbändigen Neugierde die Umgebung erkundet. Währenddessen trifft er auf einen gleichaltrigen Jungen, der sich allerdings auf der anderen Seite des Zaunes befindet.

Ich konnte meinen Blick nicht abwenden und habe dieses Buch an einem Abend gelesen. Ein paar Tage lang habe ich gezögert und war mir nicht sicher, ob ich eine Rezension dazu verfassen soll. Es gibt keine Wörter, die diese grauenerregenden Ereignisse beschreiben können. Auch was ich während des Lesens gefühlt habe und das Entsetzen, das sich zum Ende hin weiter steigert und immer größere Ausmaße annimmt, ist schlicht und einfach nicht in Worte zu fassen. Zu was Menschen fähig sind, ist mit dem normalen Verstand nicht zu erfassen. Es lässt einen sprachlos, nachdenklich und unfassbar traurig zurück!

Es ist eine Geschichte, die auf der einen Seite mit viel Feingefühl erzählt wird, auf der anderen Seite aber auch die schreckliche Wahrheit widerspiegelt und einen selbst dazu anregt Dinge zu hinterfragen!


weitere Meinungen zum Buch: Lesemomente | Serpensportia | Real Booklover
ISBN: 978-3-596-80683-6 | übersetzt von: Brigitte Jakobeit | Verlag: S.Fischer Verlage
Preis: € 7,95 | Format: Taschenbuch | Seitenzahl: 272
Meine Bewertung: 5 von 5 Sterne | Will ich kaufen!



1. März 2015

"Das Vermächtnis der Montignacs" von John Boyne | rezensiert

Format: TB | Seitenzahl: 512 | Preis: 10,99 € | ISBN: 978-3-492-30596-9 | Kaufen! | erster Leseeindruck

Inhalt


London, 1936. Owen Montignac ist attraktiv, charismatisch und aus gutem Hause. Doch er hat ein Geheimnis, das ihn bei der Verlesung des Testaments eines unlängst verstorbenen Onkels beinahe verzweifeln lässt. Denn er wird darin nicht berücksichtigt. Die Allein­erbin ist seine schöne Cousine Stella, zu der er eine etwas spezielle Beziehung hat – und so ersinnt Owen einen teuflischen Plan…

Rezension


Obwohl ich bisher keinen sonderlichen Bezug zu London oder England hatte, konnte mich das Setting gleich für sich einnehmen. Im Mittelpunkt der gesamten Geschichte steht die Familie Montignac. Owen Montignac hat früh seine Eltern verloren, weshalb er bei seinem Onkel aufwuchs. Als dieser plötzlich verstirbt, stellt sich die große Frage, an wen die Besitztümer übergeben werden sollen. Bislang wurde dabei großer Wert auf Traditionen gelegt. Lediglich die männlichen Nachkommen erhielten die Chance und wurden als Erben berücksichtigt. Dann trifft jedoch das ein, womit keiner rechnet und Stella, die Cousine von Owen, erbt alles. 

Der Stein kommt ins Rollen. Eine Kette von Ereignissen, die ich zu keinem Zeitpunkt ganz durchschauen konnte. Auch die Charaktere selbst sind dermaßen vielschichtig, dass ich Probleme hatte sie einzuschätzen. Zwar bekommt man nach außen hin mit, welche Einstellung sie in Zusammenhang mit dem Erbe, dass an Stella geht, vertreten. Aber ihre genauen Gedanken und Motive blieben für mich lange Zeit im Dunkeln. Es fiel mir schwer zu beurteilen, wie sie in welchen Situationen reagieren würden. Überraschende Wendungen sind somit vorprogrammiert!

Nicht nur die einzelnen Figuren, sondern die gesamte Handlung weist unheimlich viele Facetten auf. Zu was ist ein Mensch fähig, wenn er sich hintergangen fühlt? Wie reagiert ein Mensch, wenn ihm etwas genommen wird, was seiner Ansicht nach nur ihm zusteht? John Boyne beschäftigt sich mit solchen Fragen und entwickelt dabei eine einzigartige Geschichte. Sein klarer und fesselnder Schreibstil trägt zusätzlich dazu bei, dass man schnell durch die Seiten fliegt, um endlich zu erfahren, worauf alles hinausläuft.

Nachdem ich mich auf den ersten Seiten erst einmal zurecht finden musste, konnte ich Das Vermächtnis der Montignacs später kaum noch aus der Hand legen. Bis zum Schluss war mir nicht klar, wie es enden wird. Für mich war es aber der perfekte Abschluss und ich bin mir sicher, dass bald noch weitere Bücher des Autors in meinem Regal zu finden sein werden!




Gesamtwertung
★★★★


21. Februar 2015

"Das Vermächtnis der Montignacs" von John Boyne | Leseeindruck



London, 1936. Owen Montignac, der attraktive, charismatische Spross aus gutem Haus, erwartet bang die Testamentsverlesung seines unlängst verstorbenen Onkels. Doch Owen wird nicht berücksichtigt. Die Alleinerbin ist seine schöne Cousine Stella,
zu der er eine etwas fragwürdige Zuneigung empfindet. Zudem plagen ihn hohe Spielschulden – und so ersinnt Owen einen teuflischen Plan…



Aktueller Stand: Seite 212 / 502
Normalerweise wollte ich meinen Leseeindruck nach den ersten 100 Seiten mit euch teilen. Das Buch ist jedoch so spannend, dass ich die Finger nicht davon lassen konnte. Das spricht für John Boyne, würde ich sagen. Nach den ersten Seiten sah das noch etwas anders aus. Ich würde nicht sagen, dass ich Probleme mit dem Schreibstil hatte, aber ich habe doch ein klein wenig Zeit gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden. Länger als knapp 50 Seiten hat das aber nicht gedauert. Nach und nach lernt man die einzelnen Protagonisten näher kennen und erfährt so, in welchem Zusammenhang diese zueinander stehen. Ich merke jetzt schon, dass Owen, Stella und auch alle anderen sehr vielschichtige Persönlichkeiten haben. Ihre Einstellungen, Verhaltensweisen und Motive sind für mich bisher nur schwer durchschaubar. Ich möchte unbedingt herausfinden, was die Montignacs zu verbergen haben und freue mich schon darauf, dieses Jahr weitere Werke des Autors zu lesen.



19. Februar 2015

Buchverfilmungen, Halbgötter und zwei weitere Wunschbücher | Buchpost


Das Vermächtnis der Montignacs | John Boyne

Schaut euch die Rezension von Andrea an und ihr wisst, wieso ich es lesen möchte. Den Büchern von John Boyne will ich mich dieses Jahr wieder verstärkt widmen. Mit Das Haus zur besonderen Verwendung konnte er mich bereits von sich überzeugen. 


Vor knapp einer Woche gekauft und heute beendet. Obwohl ich noch nicht zu 100 % überzeugt bin, mochte ich die Grundstimmung sehr gerne und will auf jeden Fall erfahren, wie es mit Percy weiter geht. Mehr dazu in meiner Rezension, die in den folgenden Tagen veröffentlich wird.


Ebenfalls vor einer Woche in der Buchhandlung mitgenommen. Von diesem Buch erwarte ich wirklich viel und bin mir jetzt schon ziemlich sicher, dass ich im Anschluss den Film schauen werde.


Buchverfilmungen

In den letzten Tagen durften nicht nur Bücher bei mir einziehen. Heiß ersehnte Verfilmungen haben endlich ihren Weg zu mir gefunden. Nicht auf dem Foto zu sehen ist Gone Girl - Das perfekte Opfer. Vom Buch {Rezension} war ich letztes Jahr mehr als begeistert. So begeistert, dass es die Bezeichnung Highlight vollkommen verdient hat und ich ganz schnell mehr von der Autorin lesen möchte! Und ich muss sagen, der Film kommt dem schon sehr nahe. Die Umsetzung ist auf jeden Fall gelungen. Natürlich sind Bücher immer einen Tick besser, zumindest kenne ich kein Beispiel, bei dem es nicht so ist. Trotzdem war die Auswahl der Schauspieler extrem gut getroffen. Es war einfach alles stimmig. Ebenfalls bereits angeschaut habe ich Die Bücherdiebin. Vor nicht all zu langer Zeit habe ich mich in das Buch {Rezension} von Markus Zusak verliebt. Ein Buch, das ich komplett ins Herz geschlossen habe. Und auch hier wurde die Besetzung perfekt gewählt. Auf der DVD steht "Prädikat besonders wertvoll". Genau so ist es! Die Bestimmung - Divergent habe ich bisher noch nicht gesehen, aber ich bin froh, dass die DVD nun zumindest schon mal griffbereit hier liegt. 

Welche Bücher durften bei euch neu einziehen?
Und welche Buchverfilmungen konnten euch zuletzt begeistern?