6. Oktober 2015

Leserückblick im September 2015


gelesen

Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte von Jessica Park {Rezension}

Julie will endlich auf eigenen Beinen stehen und landet dabei kurzerhand bei einer Familie, die sie herzlich aufnimmt. Merkwürdig ist nur, dass der jüngste Spross der Familie den ältesten Bruder als Pappfigur überall mit sich herum trägt. Ein sehr süßer Jugendroman, der nicht nur mit einem auffallend langen Titel und einem wunderhübschen Cover zu überzeugen weiß! 

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt von Nicola Yoon {Rezension}

Ein Mädchen, das aufgrund eines Immundefekts das Haus nicht verlassen darf. Ein Junge von nebenan, der ihr zeigt, welche wundervollen und lebenswerten Dinge draußen auf sie warten. Romantisch, aber nicht kitschig. Mir hat es gefallen!

Der Fänger im Roggen von J.D. Salinger

Von diesem Klassiker hatte ich zuvor schon öfters gehört. Mir war während des Lesens erstmal nicht ganz klar, worauf es hinausläuft oder ob es überhaupt irgendeinen roten Faden gibt. Das blieb tatsächlich auch bis zum Ende so und hat sich bis jetzt nicht geändert. Allerdings denke ich, dass es in diesem Buch auch gar nicht darum geht. In jedem Fall war es äußerst interessant mit Holden Bekanntschaft gemacht zu haben. Allein wegen seinem speziellen Charakter und dem sehr eigenen Schreibstil war es mal ein ganz neues Leseerlebnis!

angefangen/abgebrochen

Der Marsianer von Andy Weir

Ich weiß. So viele von euch lieben dieses Buch und haben es verschlungen. Gefühlt wird es überall hochgelobt. Ich habe beinahe das Gefühl. dass mit mir etwas nicht stimmt. Aber ich konnte einfach gar nichts damit anfangen. Es lag nicht an der Story. Die finde ich nämlich mehr als interessant und bin deshalb auch schon sehr auf die Verfilmung gespannt. Schwierigkeiten hatte ich mit dem Erzählstil und den ganzen technischen Zusammenhängen. die sehr viel Platz einnehmen. Während dem Lesen die meiste Zeit nur Bahnhof zu verstehen, hat meine Leselust rapide nach unten sinken lassen. Trotzdem folgt wahrscheinlich noch bald eine Gastrezension zu diesem Buch.

Runa von Vera Buck

Die Autorin muss hier unfassbar viel Recherche betrieben haben. Das spürt man sofort und davor ziehe ich den Hut. Sie verpackt viele Fakten zum Thema Neurologie im 19. Jahrhundert in dieser Geschichte. Wie ist man mit neurologischen Erkrankungen umgegangen? Dem geht Vera Buck nach und man merkt wie intensiv sie sich damit beschäftigt hat. Dennoch wurde ich mit dem eher trockenen und sachlichen Schreibstil nicht warm. Aber auch zu dem Buch folgt demnächst eine ausführliche Gastrezension.

Das Lachen und der Tod von Pieter Webeling

Ein Mann, der im Konzentrationslager versucht zu überleben. Und das, indem er andere Gefangene und Aufseher inmitten dieser furchtbar unmenschlichen und grausamen Zustände zum Lachen bringen soll. Keine leichte Lektüre! Aus diesem Grund habe ich es auch noch nicht geschafft, es fertig zu lesen. Pieter Webeling beschreibt diese Skrupellosigkeit und die Willkür, die damals an der Tagesordnung stand, sehr direkt. Er blickt der Wahrheit ins Gesicht. Und genau das ist überaus schwer zu verarbeiten.

Welche Bücher haben euch durch den Monat September begleitet? Und welche davon könnt ihr mir ganz besonders ans Herz legen?



Kommentare:

  1. Das Lachen und der Tod ist ein richtig gutes Buch, das mich begeistert und mitgenommen hat! Eine schwere Lektüre, aber wirklich empfehlenswert!
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Eine wirklich sehr, sehr schwere Lektüre, Aber das lässt sich bei diesem Thema wohl kaum vermeiden :(

      Liebe Grüße
      Juliana

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  2. Hallo Juliana,

    du hast tatsächlich "Der Fänger im Roggen" gelesen! Sehr fleißig! Ich konnte mich mit Holden nicht wirklich anfreunden. Er war mir zu "piefig" (vielleicht kommt das Wort ja auch in deiner Ausgabe vor).

    "Das Lachen und der Tod" nimmt einen wirklich mit, das ist keine leichte Lektüre für Zwischendurch.

    Auf "Runa" und "Der Marsianer" freue ich ich schon. ;-)

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hallo Nicole,

      ich weiß genau was du meinst. Sympathisch ist Holden wohl wirklich nicht. "Piefig" ist wohl eins seiner absoluten Lieblingsworte...

      Liebe Grüße
      Juliana

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    2. ...und ich benutze wohl gerne das Wort "wohl" :D

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    3. Wohl, wohl. :-D Das benutze ich wohl auch viel zu oft.

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  3. Ach das ist ja schade, dass du mit dem "Marsianer" deine Schwierigkeiten hattest...
    Bei mir steht er momentan weit oben auf der Wunschliste.

    Liebe Grüße,
    Ramona

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    1. Ja das war leider gar nicht meins. Dabei hätte ich es mir sehr gewünscht, dass mich das Buch auch dermaßen begeistern kann. Naja, vielleicht schafft es der Film :)

      Liebe Grüße
      Juliana

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  4. Huhu Juliana,

    "Der Fänger im Roggen" haben wir in der Schule damals gelesen, aber da weiß man ja die meisten Bücher ja nicht so zu schätzen. Kann mich auch kaum noch daran erinnern.
    "Im freien Fall...." will ich auch noch unbedingt lesen und "Der Marsianer", sowie "Runa" eigentlich auch. Schade, dass dir die beiden Bücher nicht so gut gefallen haben.

    Viele Grüße, Julia

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