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5. Dezember 2014

|| Rezension || "Passagier 23" von Sebastian Fitzek


Infos zum Buch


Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ... 

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler. 
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm …

Gebundene Ausgabe || 19,99 € || 432 Seiten
Droemer Knaur || Erschienen: Oktober 2014 || Thriller
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Meine Meinung



Es ist kein Geheimnis, dass ich mittlerweile eher skeptisch bin, wenn ich den Name Fitzek höre. Früher habe ich seine Bücher gerne gelesen, aber irgendwann wurden mir die Geschichten zu übertrieben und zu unrealistisch. Dementsprechend stand ich „Passagier 23“ relativ neutral gegenüber und habe meine Erwartungen niedrig gehalten.

Ausprobieren wollte ich es aber dennoch, da mich vor allem das Setting angesprochen hat. Den Handlungsort auf ein Kreuzfahrtschiff zu verlegen fand ich spannend. Die Tatsache, dass merkwürdige und vor allem beängstigende Dinge geschehen, die sich nicht erklären lassen ist schon schaurig genug. Wenn diese Dinge aber auf einem Schiff passieren, das  sich weit draußen auf dem Atlantik befindet, ist es noch eine Spur extremer. Zumindest nach meinem Empfinden.

Allerdings hat mich dann gleich der Anfang wieder etwas missmutig gestimmt. Ich liebe es, wenn mich ein Buch direkt auf den ersten Seiten fesselt und in seinen Bann zieht. Genau das war jedoch leider nicht der Fall. So hat es bestimmt 50-100 Seiten gedauert, bis ich in der Geschichte angekommen bin und mich darin zurechtfinden konnte.

Der Erzählstil des Autors ist nichtsdestotrotz wie gewohnt flott zu lesen. In beinahe jedem Kapitel stürmen verschiedene Ereignisse auf den Leser ein. Damit legt die Geschichte ein ordentliches Tempo vor, sodass kaum Zeit zum Luft holen bleibt. Bezüglich der Spannung liegt die Sache jedoch etwas schwieriger. Im Mittelteil habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Langeweile kam keine auf. Demnach war durchaus eine gewisse Spannung vorhanden. Und trotzdem war es nicht die Spannung, die ich schon in anderen Thrillern erlebt habe. Hier ist also definitiv noch Luft nach oben.

Natürlich habe ich mir bereits Gedanken gemacht, woran dies liegen könnte. Eine richtige Antwort habe ich nicht gefunden. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es mit den zahlreichen Handlungssträngen und Protagonisten zusammenhängt. Als Leser springt man ständig hin und her zwischen mehreren Personen. Die Folge war, dass ich keine persönliche Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Zwar habe ich mich mit der Zeit auf Martin fokussiert und konnte mich in seine Gedankengänge am besten rein fühlen, allerdings auch das nur bis zu einem gewissen Grad. Hätte man sich hier beispielsweise auf zwei Personen begrenzt, die als Hauptcharaktere fungieren, wäre es möglicherweise leichter gefallen, sich mit diesen näher zu beschäftigen und auseinanderzusetzen.

Obwohl ich den Mittelteil gar nicht so schlecht fand und im Vergleich zu manch anderen Werken des Autors als recht positiv bewerten würde, hat mich am Ende des Buches wieder die Ernüchterung eingeholt. Während des Lesens sind meine Gedanken immer wieder zum Prolog abgeschweift und ich habe mich gefragt, wie sich dieser wohl am Schluss aufklären wird. Als es dann schließlich soweit war, musste ich feststellen, dass in meinen Augen kein wirklicher Zusammenhang zur restlichen Handlung besteht. Im Epilog wird auf den Prolog nochmals Bezug genommen. Das war es jedoch auch schon. Ansonsten musste ich mir die Frage stellen, wozu der Prolog überhaupt gut war beziehungsweise ob er überhaupt notwendig gewesen ist. Hier hat sich für mich kein in sich stimmiger Kreis geschlossen. Vielmehr habe ich es als sehr enttäuschend und überflüssig empfunden.



Gestaltung: 4 || Einstieg: 2 || Handlungsverlauf: 3 || Erzählstil: 3
Charaktere: 3 || Grundidee: 3 || Tiefe/Emotionen: 2 || Ende: 2

Gesamtwertung: 3 / 5



30. November 2014

|| Leserunde || "Passagier 23" von Sebastian Fitzek


Ab heute begeben wir uns gemeinsam auf die „Sultan of the Seas"...

Darum geht´s:

Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ... 

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler. 
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm…


Die Einteilung:

1. Abschnitt: Seite 7 - 139 (Prolog bis Kapitel 22)
2. Abschnitt: Seite 140 - 232 (Kapitel 23 bis 39)
3. Abschnitt; Seite 233 - 323 ( Kapitel 40 bis 61)
4. Abschnitt: Seite 324 - 426 (Kapitel 62 - Epilog)

Die Teilnehmer:

Book.Experiences

Kurzentschlossene Mitleser sind natürlich auch jederzeit herzlich willkommen!

Die Leserunde ist hiermit eröffnet!